Schweizer HR-Trends: Langsame Entscheidungsprozesse erschweren Mitarbeitersuche

Anzahl der Bewerbungen steigt aufgrund von Online-Technologien

Lange Entscheidungsprozesse und Vertragsangebote anderer Firmen an Top-Bewerber sind aktuell die grössten Herausforderungen für Schweizer Personalmanager bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des spezialisierten Personaldienstleisters OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half, unter 1.770 HR-Managern weltweit, davon 50 in der Schweiz.

Der Wettbewerb um die besten Mitarbeiter hat in der Personalbeschaffung stark an Bedeutung gewonnen. So haben 40% der HR-Manager in der Schweiz mit langsamen Entscheidungsprozessen und fast genauso viele (38%) mit einer Vielzahl an Vorstellungsgesprächen zu kämpfen. Weitere 30% bestätigen, dass qualifizierte Bewerber heutzutage zwischen mehreren Angeboten verschiedener Firmen auswählen können. Dies steht auch bei deutschen HR-Managern an der Spitze der Herausforderungen (34%). Als weniger dringlich wird das Thema wettbewerbsfähiger Vergütungspakete und Nebenleistungen in beiden Ländern gesehen: Nicht einmal jeder fünfte Befragte sieht darin eine Herausforderung.

Die langen Entscheidungswege
Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Verkürzung von Entscheidungswegen und damit des gesamten Rekrutierungsprozesses eine der wichtigen Zukunftsaufgaben im Personalmanagement sein wird. “Unsere Studie weist darauf hin, dass ein wenig effizienter Bewerbungsprozess den HR-Verantwortlichen sogar noch mehr Schwierigkeiten bereitet als etwa die Konkurrenzfähigkeit des Vergütungspakets. Mehrere Bewerbungsrunden und eine langwierige Entscheidungsfindung werden aber in immer mehr Unternehmen zum Standard”, beobachtet Sven Hennige, Managing Director bei Robert Half International mit Sitz in Zürich. “Muss eine Abteilung zu lange auf die Schliessung einer Personallücke warten, führt dies in den meisten Fällen zu Mehrarbeit für die bestehende Belegschaft. Dieser Zustand reflektiert sich bald einmal in sinkender Motivation und Leistungsfähigkeit. Mit der temporären Verpflichtung von qualifiziertem Personal kann dem begegnet werden.”

Videokonferenzen zur Vorauswahl immer beliebter
Die Dynamik langwieriger Auswahlverfahren wird sich zudem weiter verstärken, da die Gesamtzahl eingegangener Bewerbungen in 38% der Personalabteilungen durch neue digitale und mobile Technologien, soziale Netzwerke und sonstige Online-Kanäle steigt. Um aus dieser Bewerbungsflut die besten Kandidaten zu identifizieren, machen sich 26% der Personalmanager häufiger als noch vor drei Jahren moderne Videokonferenztechnologien für Interviewprozesse zu Nutze. 54% der HR-Manager bestätigten, dass sie Bewerbungsverfahren und Auswahllisten auf diese Weise vorstrukturieren. Videointerviews gewinnen zudem an Bedeutung für HR-Führungskräfte, die Bewerber aus der ganzen Schweiz (46%) oder aus dem Ausland (54%) anwerben.

Über diese Studie:
An der Studie haben sich 50 Personalmanager in der Schweiz beteiligt. Die Erhebung wurde im Rahmen der “Workplace Survey 2013” von einem internationalen, unabhängigen Meinungsforschungsinstitut im Auftrag von OfficeTeam, einem Geschäftsbereich von Robert Half, durchgeführt.

Hinweis für die Redaktion:
OfficeTeam ist mit über 300 Niederlassungen weltweit der führende Spezialist für die Vermittlung qualifizierter Fachkräfte im Büro- und Assistenzmanagement auf Zeit. www.officeteam.ch

Robert Half Schweiz

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