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Jun
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Wie aus einem Mitarbeitergespräch eine Win-Win-Situation wird

Wie aus einem Mitarbeitergespräch eine Win-Win-Situation wird

München, 08. Juni 2011 – Die tägliche Kommunikation im Büro ist ein heikles Thema und sorgt leicht für Zündstoff im Unternehmen. Viele Angestellte sind unzufrieden mit dem Führungsstil ihrer Vorgesetzten. Doch auch Führungskräfte haben Ärger mit ihren Mitarbeitern. Aber warum ist das so, und wie kann man das ändern? Der Berliner Kommunikationstrainer Christian Schmid-Egger geht im Beck kompakt-Ratgeber „Mitarbeitergespräche“ diesen oft gestellten Fragen nach. Sein verblüffendes Fazit: Konflikte sind fast nie gewollt, unnötig und leicht vermeidbar – voraussgesetzt man kennt die Muster und Regeln nach denen sie ablaufen.

Der niederländische Biologe Patrick van Veen ist überzeugt: „Chefs sind eigentlich Affen in Anzügen.“ Immerhin leben Affen in Gruppen mit komplexen sozialen Beziehungen und Machtverhältnissen, die sie intelligent für sich nutzen. Und sie kommunizieren häufig nonverbal. Damit haben sie mit ihren menschlichen Verwandten einiges gemein. Auch Mitarbeiter und Vorgesetzte überprüfen in einem Gespräch unbewusst, was die Beziehungsebene aussagt. Stimmen Körpersprache und Tonalität mit dem Inhalt überein, ist alles in Ordnung. „Dann werden Sie als authentisch und überzeugend wahrgenommen. Man glaubt Ihnen“, so der Kommunikationsexperte und Autor Christian Schmidt-Egger. Sein Rat: „Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit bei komplexen Entscheidungen wie im Bereich Personal immer auch auf nonverbale Signale des Gegenübers.“

Wichtig ist aber auch, ein Gespräch aktiv zu steuern. Doch die Gesprächsführung ist für Chefs wie für Mitarbeiter meist kein leichtes Unterfangen. Mit einem falschen oder zu autoritären Führungsstil, treffend „Kasernenhofstil“ genannt, macht man sich schnell unbeliebt. „Sie sollten schon bestimmt und selbstbewusst auftreten, aber den Gesprächsteilnehmer zugleich wertschätzend behandeln“, empfiehlt Schmid-Egger. Konflikte und Meinungsverschiedenheiten sind ausdrücklich erlaubt. „Doch sie müssen auf der Sachebene behandelt und gelöst werden“, warnt der Profi. „Sobald sie auf die persönlichen Ebene gelangen, eskalieren sie sehr schnell.“ Im Vorteil ist, wer das Vier-Ohren-Prinzip kennt. Es besagt, dass alle Nachrichten vierfach von uns wahrgenommen werden:

1. Auf der Sachebene. Hier werden Inhalte ausgetauscht.
2. Der Appell. Hier wird eine Aufforderung ausgesprochen.
3. Auf der Beziehungsebene. Hier wird ausgesagt, in welchem Verhältnis die beiden Gesprächspartner zueinander stehen.
4. Die Selbstoffenbarung. Hier sagt der Sender der Nachricht etwas über sich selbst aus.

„Da Konflikte fast nie auf der Sach-, sondern meist auf der Beziehungsebene entstehen, können sie auch nur dort wieder aufgelöst werden,“ weiss Autor Christian Schmid-Egger aus seiner langjährigen Praxis. „Achten Sie also besonders darauf, dass die Beziehungsebene im Gespräch stimmt. Und Sie werden sehen, wie Sie Ihre Mitarbeitergespräche immer häufiger zu Win-Win-Situationen führen.“

Beck kompakt, Christian Schmid-Egger, Mitarbeiter-Gespräche, Verlag C.H.Beck, 2011, 128 Seiten, EUR 6,80, ISBN: 978-3-406-61776-8, www.beck-shop.de/7816825

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