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Apr
13

Kompetenzmessung in der Hochschulausbildung am Beispiel der Steinbeis-Hochschule Berlin

Ein Beitrag von Silke Keim, SAPHIR Kompetenz GmbH
Kompetenzmessung in der Hochschulausbildung am Beispiel der Steinbeis-Hochschule Berlin

Bildung und Fachwissen und damit Qualifikation sind nach wie vor gefragt, aber nicht mehr als Endprodukt von Ausbildung, sondern als Eintrittskarte für die Kompetenzentwicklung. Denn was nützt das beste Faktenwissen, wenn die zugrunde gelegte Wirklichkeit abhanden gekommen ist? Dann sind Kompetenzen gefragt! Dann sind intuitive Fähigkeiten gefragt, um sich in chaotischen Strukturen schnell zu recht zu finden – und vor allem selbstverantwortlich handelnd aktiv zu werden.

Seit über zehn Jahren bietet die Steinbeis-Hochschule Berlin, offene Masterstudiengänge für Jungakademiker mit null bis fünf Jahren Berufserfahrung an. Gemäß der Forderungen des Bologna-Prozesses wird den Studierenden neben dem akademischen Fundament in Form von Seminaren, Selbstlernphasen etc. vor allem ihre Employability auf- und ausgebaut und zwar durch den laufenden Transfer des Gelernten in ihr projektgebendes Unternehmen. Damit steht die Kompetenzentwicklung im Zentrum dieser Studiengänge.

Um die Kompetenzentwicklung zu messen und zu unterstützen wurde 2007 ein Kompetenzmessverfahren durch die SAPHIR Kompetenz GmbH, ein Unternehmen der Steinbeis-Hochschule Berlin, entwickelt und eingeführt: der Poffenberger-KODE®X. Der Poffenberger-KODE®X kann als „konzeptioniertes Rating“ angesehen werden, bei dem ganz bestimmte Merkmale – hier Kompetenzen – gemessen werden, die für die Erreichung bestimmter Ziele – hier einer bestimmten Kompetenz Kompetenzausprägung – notwendig sind. Als erstes wurde ein Managementprofil erstellt, das branchenübergreifend und auf unterschiedlichen Managementebenen einsetzbar ist. Von Managern und Kernpersonen der Steinbeis-Hochschule wurde dieses aus 16 Kompetenzen bestehende Basisprofil erstellt, an dem die Kompetenzausprägungen der Studierenden gemessen werden.

Während des Studiums wird die Kompetenzausprägung drei Mal gemessen, jede Messung beinhaltet eine Selbsteinschätzung, die Fremdeinschätzung von Kommilitonen und die Fremdeinschätzung einer Führungskraft aus dem projektgebenden Unternehmen. Um eine gute und realistische Einschätzung zu bekommen ist die Wahl der Einschätzer grundlegend: Verfügbarkeit, Repräsentativität sowie Unabhängigkeit und Neutralität sind die Basisvoraussetzungen. Basierend auf diesem Prinzip wird die Auswahl der Fremdeinschätzer durch eine automatisierte Zufallsauswahl von acht Kommilitonen als Fremdeinschätzer ausgewählt. Das Ergebnis wird als anonymisierter Mittelwert aller acht Einschätzungen dargestellt. Es wurden auch erste empirische Auswertungen durchgeführt: Hierzu wurden alle Kurse, die bis Ende Januar 2009 zwei Mal den Poffenberger-KODE®X absolviert hatten, ausgewertet. Dies betrifft im Ganzen acht MBA-Kurse. Die Werte der einzelnen Kompetenzen wurden in Summe dargestellt, um festzustellen, inwieweit eine Kompetenzentwicklung während des Studiums nachweisbar ist.

Fazit
Die Einführung der KODE®X-Systematik an der Steinbeis-Hochschule ist erfolgreich gelungen. Entstanden ist ein Kompetenzmessverfahren für den Einsatz bei heterogenen Probandengruppierungen, in diesem Fall Studiengruppen einer Hochschule. Die Praktikabilität des Verfahrens ist nachgewiesen und durch die automatisierte webbasierte Lösung prinzipiell in allen Hochschulen einsetzbar. Mit der Entwicklung des Poffenberger-KODE®X besitzt die Steinbeis-Hochschule ein objektives, neutrales und funktionierendes Verfahren, das die Kompetenzentwicklung nicht nur misst, sondern auch aktiv unterstützt und den Studierenden die Möglichkeit gibt, in diesem Studium nicht nur Wissen zu akkumulieren und Qualifikationslernziele zu erwerben, sondern vor allem Handlungsfähigkeit zu erlangen. Damit hat die Steinbeis-Hochschule im Rahmen der Bologna-Prozessentwicklung nach der Ausrichtung des Studiums auf die Kompetenzentwicklung einen weiteren innovativen Schritt mit der Einführung der Kompetenzmessung erfolgreich durchgeführt.
Die SCHOOL OF INTERNATIONAL BUSINESS AND ENTREPRENEURSHIP (SIBE) ist die internationale Business School der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB) mit Sitz in Herrenberg. Sie wird geleitet von Prof. Dr. Werner G. Faix, der die SIBE gegründet hat. Die SIBE steht für erfolgreichen Wissenstransfer und systematischen Kompetenz-Aufbau zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie ist fokussiert auf Unternehmen, Organisationen und öffentliche Verwaltungen und auf kompetente, unternehmerisch global denkende und handelnde High Potentials.

Wir sorgen mit unseren Innovations-Projekten und unseren High Potentials bei unseren Partner-Unternehmen für Wachstum und Globalisierung – und für kompetente Führungs- und Nachwuchsführungskräfte. Wir verpflichten uns dem Erfolg unserer Partner-Unternehmen und damit dem Erfolg unserer Teilnehmer. Ihr Erfolg ist unser Erfolg!

Mit MBA-Programmen seit 1994, mit derzeit über 550 Studierenden, über 1200 erfolgreichen Absolventen und mit über 350 Partner-Unternehmen ist die SIBE Ihr kompetenter Partner für Wachstum und Globalisierung durch handlungskompetente High Potentials.

School of International Business and Entrepreneurship (SIBE)
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