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Okt
16

Ganzheitliche Philosophie: Osteopathie – was ist das?

Der Weg zum Osteopathen – Was tut die Osteopathie, wie entstand der Beruf? Zwischenruf von Christoffer Kreissig, Osteopath in Berlin

Ganzheitliche Philosophie: Osteopathie - was ist das?

Christoffer Kreissig, Osteopath aus Berlin

Mittlerweile kommt keiner mehr drum ‚rum und stößt nach einigen Recherchen oder aufgrund von Empfehlungen zur Behandlung von beispielsweise Rückenschmerzen auf die Osteopathie. Zur Frage steht: Ist dies bloß schon wieder ein Hype aus den USA, oder verbirgt sich dahinter etwas Seriöses, Ernstzunehmendes? Christoffer Kreissig Osteopath in Berlin, seit 2014 praktizierender Osteopath nach einer fundierten achtjährigen fachmännischen Ausbildung. Für ihn ist der Beruf Berufung.

Osteopathie in den Anfängen: das Knochen-Setzen

Die Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Tailor Still im 19. Jahrhundert tatsächlich in den USA begründet. Sozusagen kamen damals Exportschlager nach Europa. Anfänglich war die Osteopathie vor allem als „bonesetting“ bekannt. Parallel dazu entwickelte sich die Chiropraktik, welche heutzutage viel mehr mit dem „bonesetting“ in Verbindung – also zum Knochen-Setzen – gebracht wird.

Die Osteopathie hat sich durch Dr. Littlejohn, einem Schüler Stills, in Europa verbreitet und über vielen weiteren Einflussnehmer weiterentwickelt. Sutherland, Barral, Frymann waren und sind neben vielen anderen Osteopathen gewichtige Größen, welche das moderne Verständnis der Osteopathie ungemein prägten.

Wortsinn: Osteo – Pathie

Die Osteopathie hat nicht viel mit ihrem Wortsinn gemein. Osteo gleich Knochen und -pathie als Bezeichnung für Leiden oder Krankheit sind die ursprünglichen Gedanken zur Heilung bei Gebrechen gewesen. Das Problem erkennen, es richten und wieder loslassen oder allein belassen (find it, fix it, leave it). So lautet übersetzt und abgewandelt der gängige Spruch von Still. Durch weitere Bestrebungen die Osteopathie voranzutreiben, wurde mehr und mehr die Suche nach der Schlüsseldysfunktion und der Homöostase zum Sinnbild der Osteopathie. Die Homöostase versteht sich als Gleichgewicht des Körpers und die Dysfunktion als die Störung dessen durch eine oder mehrere Ursachen.

Behandlungsablauf in der Osteopathie?

Wie geht die Osteopathin oder der Osteopath vor, um das Gleichgewicht wiederherzustellen?

Es wird sich vor allem der anfänglichen Gesprächsführung, der Anamnese, dem Einsatz weiterer Untersuchungsvarianten auch interdisziplinärer Natur und hervorhebend der manuellen Behandlung (Manus, die Hand) bedient. Diese sollte nicht mit der Manuellen Therapie, eine Reduzierung auf wenige, meist Gelenksmobilisationen verwechselt werden. Vielmehr werden in der Osteopathie nicht nur Gelenke, sondern auch alle anderen Gewebe mobilisiert und durchblutet – demnach auch Bänder, Sehnen, Muskeln, Nerven, sogar Organe! Wichtig dabei ist die Suche nach dem Ursprung. Dieser Ursprung liegt meistens in einem ursächlichen Geschehnis oder in einer Verhaltensweise des Patienten.

Ein Beispiel, aus der Praxis:

Ein Patient, mittleren Alters, sitzender Beruf, keine sportlichen Aktivitäten stellt sich vor. Nach dem einleitenden, anamnestischen Gespräch begutachte und palpiere (erfasse) ich seine Rückenschmerzen, welche sich vorrangig im mittleren linken Brustwirbelbereich ergeben. Verschiedene Links, oder Verbindungen, sowie Schubladen genannt, können hier zu einem Ausdruck führen. Beispielsweise könnte eine Reihe von Verspannungen und Blockierungen von Gelenken genau dort die höchste Überlastung ergeben. Vielmehr aber ist die neurovegetative Ansteuerung interessant. Brustwirbel 6 bis 9 innerviert unter anderem den Magen, das heißt, hier kommunizieren Nervenimpulse hin und her. Überlastet die Magenschleimhaut aufgrund von zu viel Druck (oftmaliges, langes Sitzen) und wird mit Kaffee (Koffein, Säure, Bitterstoffe) überreizt, signalisiert es diese Reizung an den leitenden Wirbelsäulenabschnitt Brustwirbel 6 bis 9. Hier kommt es dann nach der Segmenttheorie zu einer scheinbaren Überreizung anderer Gewebe, die mit diesem Wirbelbereich in Verbindung stehen – also auch die kleinen Muskeln, welche die winzigen Gelenksbewegungen an der Wirbelsäule dirigieren. Diese liegen genau links und rechts neben den am Rücken zu ertastenden Dornenfortsätzen. Genau dieser Mechanismus kann zu den empfundenen Rückenschmerzen führen. Die Segmenttheorie befasst sich mit dem Zusammenhang, dass verschiedene, aber bestimmte Gewebe (Hautbereiche, Organe, Knochen, Muskeln etc.) über wiederum bestimmte Wirbelsäulensegmente, beispielsweise Brustwirbel 6, via Nerven verbunden sind und miteinander kommunizieren können.

Wird das Organ beruhigt (Kaffeereduktion, sportliche Betätigung) und die Muskulatur dort getriggert oder massiert könnte dies die ausschlaggebende Intervention zur Verbesserung der Leiden sein, insofern keine anderen auch stärkeren Ursachen vorliegen. Denn hier aggiert der Osteopath differenzialdiagnostisch. Wer sagt, dass es beispielsweise(!) definitiv kein Herzinfarkt ist? Osteopathen sind darin ausgebildet auch hochgradig maligne, also krankende Prozesse im Körper zu erkennen. In dem Fall eines Herzinfarktes – was keinem gewünscht wird – muss der Osteopath wie jeder andere Mediziner schnell handeln und den Patienten ins Krankenhaus einweisen lassen. Ich kann Sie aber beruhigen. Ein Herzinfarkt kommt erstens sehr selten vor und zweitens gibt es dafür deutliche Symptome, wie Leistungsverlust und grippeähnliche Symptome.

Osteopathie eine Philosophie

Die moderne Osteopathie versteht sich somit als Ursachenbekämpfer anstatt dem Symptom Behandler. Sie bedient sich verschiedener Kanäle, der Gesprächsführung, der manuellen Untersuchung und Behandlung, der Ernährungsberatung und der psychologischen Ursachenfindung.

Alles in allem ist die Osteopathie eine Philosophie. Sie sieht die einzelnen Ursprünge des Ganzen, betrachtet es von ganz fern und doch sehr nah. Denn: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile (Aristoteles).

V.i.S.d.P.:

Kreissig Osteopathie

– Osteopathie, Heilpraktik, Sportwissenschaften –

Christoffer Kreissig

„Osteopathie unter Berücksichtigung des aktuellen wissenschaftlichen Standes. Von Jung bis Alt. Von sanft bis sportlich. Von intensiv bis extensiv-langjährig betreuend. Osteopath – Heilpraktiker Sportwissenschaftler – Autor.“ Chriss Kreissig seit 2014 anerkannter Osteopath in Berlin. Weitere Informationen unter: www.facebook.com/KreissigOsteopathie

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